• Energiewendewoche Ennigerloh Lessay

    Lessay und Ennigerloh wagen einen Ausblick in die Zukunft einer Wasserstoff-Gesellschaft

    Zusammenfassung

    Beschreibung

    Organisator(en):

    Stadt Ennigerloh

    Partner:

    Energie.Agentur NRW

    Lessay und Ennigerloh wagen einen Ausblick in die Zukunft einer Wasserstoff-Gesellschaft

    Der Energieträger Wasserstoff wird im zukünftigen Energiesystem eine immer größere Rolle einnehmen. Aus diesem Grund haben die Partnerstädte Ennigerloh und Lessay eine « Wasserstoffaktion » ins Leben gerufen und eine Reihe von Veranstaltungen im Münsterland geplant. Ziel war es, die breite Öffentlichkeit für die Anwendungen von Wasserstoff zu sensibilisieren und über dessen Potenziale im öffentlichen und privaten Sektor zu informieren.

    Auf der Tagesordnung standen interessante Veranstaltungen rund um das Thema Wasserstoff. Schwerpunkte bildeten zum Beispiel die Energiespeicherung und Flexibilität der Energienetze, die Energieautonomie von Gebäuden sowie der Einsatz von Wasserstofftankstellen in den Gemeinden. Das Programm enthielt zudem Exkursionen zu Power-to-Gas-Anlagen, stationären Brennstoffzellenanlagen und Wasserstofftankstellen. Neben den Besichtigungen wurden auch lnformationsmaterialen sowie Ausstellungen von Wasserstofffahrzeugen angeboten.

    Ergebnisse der Aktion

    Am Freitag den 18. Januar ist die Energiewendewoche, mit einer Exkursion zu dem School-Lab der TU-Dortmund, eröffnet worden. Zu diesem Anlass haben 30 SchülerInnen von der Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum die Gelegenheit genutzt an sechs Experimenten (,,Energie und Fahrzeuge der Zukunft“) teilzunehmen. Im Laufe der Auftaktveranstaltung hat die Energie.Agentur NRW ca. 60 TeilnehmerInnen einen spannenden Einblick in die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und über die Rolle von Wasserstoff in der Energiewende gegeben. Ein Wasserstoff­ Auto wurde ebenfalls vorgeführt.

    Am Samstag den 19. Januar hat eine Gruppe von 20 Personen in einem Wohnhaus ein mit einer Brennstoffzelle betriebenes BHKW besichtigt und die Funktionsweise näher kennengelernt.

    Um das Thema Kraft-Wärme Kopplung noch mehr zu vertiefen kooperierten die VeranstalterInnen der Energiewendewoche mit  VertreterInnen der Konferenz der Stadtwerke Ostmünsterland. Dadurch konnten drei Demonstrationsanlage der Stadtwerke besic htigt werden. Im Vorfeld wurde sowohl der aktuelle Stand der Energiewende und der Klimaschutzziele erörtert als auch die Notwendigkeit der Sektorenkopplung  und des Erdgasnetzes  als Potential zur Speicherung  der volatilen regenerativen Energiequellen diskutiert. Am 23. Januar ermöglichte eine Exkursion zur Power to Gas Anlage von lnnogy die Speicherkapazität und die Rolle dieser Technologie für die Energiewende besser nachzuvollziehen.

    Neben der Wasserstofftechnologie spielt auch die Elektromobilität eine zentrale Rolle für zukünftige Mobilitätssysteme. Bezüglich der Einführung von Elektrobussen und Wasserstoffbussen in Münster berichtete der Betriebsleiter der Stadtwerke Münster am 24. Januar von bisherigen Erfahrungen und zukünftigen Herausforderungen. Anschließend wurde die Wasserstofftankstelle von Westfalen AG besichtigt und der Tankvorgang eines Wasserstofffahrzeuges demonstriert. Als Abschluss wurde  eine Rundfahrt durch den Bioenergiepark veranstaltet. Das von der KlimaExpo.NRW ausgezeichnete Forschungsprojekt „Enerprax“ zeigte auf, wie Stromüberschüsse aus Wind- und Photovoltaikanlagen mit einer Kombination von unterschiedlichen Speichertechnologien den Tagesbedarf einer ganzen Gemeinde lückenlos decken könnten.