Innovative Instrumente aus beiden Ländern

Ingenieur*innen, Wirtschafswissenschafler*innen, Politikwissenschafler*innen, Soziolog*innen usw. präsentieren allgemeine und technische Instrumente zur Erreichung ehrgeiziger Klimaschutzziele. 

 


01: Contracting

 

Contracting wird heute meist als Synonym verstanden Einsparinvestitionen durch Dritte durchführen und diese durch die reduzierten Energiekosten fnanzieren zu lassen. Die Rückzahlraten ergeben sich aus der Differenz zwischen den alten und neuen Energiekosten. Bei entsprechender Gestaltung erreicht der Contracting-Nehmer von Anfang an verringerte Kosten. Vertragssrechtliche Fragen sind häufig schwierig und benötigen oft der Unterstützung durchunabhängige Berater*innen.

 

Volker Kienzlen, Geschäfsführer Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA)

 

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02: CoachCopro® eine Webplattform für die energetische Sanierung von Wohnungen in Hand von Eigentümergemeinschafen

 

Der CoachCopro® unterstützt Eigentümergemeinschafen bei der energetischen Sanierung ihres Gebäudes und bringt sie mit den relevanten Handwerker zusammen. Diese Plattform wurde von der Agence Parisienne du Climat (APC) in Zusammenarbeit mit der ADEME Ile-de-Francegeschaffen. Bis heute nutzen sie mehr als 20 französische Territorien. Auf europäischer Ebene werden Anpassungen im Rahmen des Interreg North West Europe Projekts “ACE Retroftting” vorgenommen, das die Stadt Frankfurt als Partnerstadt einbezieht.

 

Laurent Prenez, Agence Parisienne du Climat

 

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03: Energietische Sanierung von Einfamilienhaussiedlungen

 

Seit Anfang 2018 verfolgt Grand Chalon seine Strategie der energetischen Sanierung von Wohngebieten, deren Häuser in den 1960-70er Jahren nach gleichen technischen Standardsgebaut wurden. Für jede der drei Pilotwohnsiedlungen wird eine Studie durchgeführt, umtechnische, architektonische und energetische Maßnahmen und Empfehlungen zu erstellen, auf die sich eine künfige Sanierung stützen kann. Bei der Durchführung der Renovierung steht den Hausbesitzern eine Projektmanagement-Unterstützung zur Verfügung. Eine finanzielle Unterstützung vervollständigt das Angebot für Hausbesitzer*innen.

 

Laurent Goutheraud, Grand Chalon

 

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04: Bürgerenergie Jena: Hand in Hand mit der Stadt

 

Die Genossenschaf Bürgerenergie Jena ist Mitgesellschaferin der Stadtwerke Energie JenaPößneck. Auch wenn der Anteil rein wertmäßig eher gering ist (2%), ist er doch ausreichend, um erfolgreich die Unternehmenspolitik der Stadtwerke zu begleiten, die Themen Bürgerfreundlichkeit, Klimaneutralität und Soziales hinsichtlich Energieversorgung (Strom, Gas,Fernwärme) und Unternehmensentwicklung auf der Agenda zu halten.

 

Johannes Graubner, Bürgerenergie Jena eG

 

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05: La Station-E Frankreichs erste städtische Brache für 100% erneuerbare Energien

 

Verein und Labor, Propagadist der Energiewende, Atelier 21 setzt Öko-Konzepte in den Bereichen Energie, Bildung und Kultur um. Mit Unterstützung dem Grossraum Est-Ensemble und der Stadt Montreuil hat Atelier 21 ein Zentrum, Station-E, mit 100%tiger Versorgung aus erneuerbaren  Energien, eröffnet. Ein Kulturraum, bestehend aus Containern und anderen mobilen Modulen und alle Projekte des Ateliers 21 zusammenbringt von Solar Sound Systems bis Paléo-energie und RegenBox.

 

Cédric Carles, l’Atelier 21

 

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06: Lorients Bürger*innen fnanzieren Solarmodule auf kommunalen Gebäuden

 

Lorient verfolgt seit mehreren Jahren eine Politik zum verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien, insbesondere die Installation von Photovoltaikanlagen. Da die eigenen Haushaltsmittel sehr begrenzt sind, hat die Stadt aus der Not eine Tugend gemacht und ruf nun Bürgerenergiegenossenschafen für die Finanzierung auf.

 

Pierre Crepeaux, Stadt Lorient

 

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07: Aspekte der Fernwärmesystemen der 4. Generation

 

Nah- und Fernwärmenetze sind für die Umsetzung der Energiewende von großer Bedeutung, allerdings müssen neue und bestehende Netze den Anforderungen von Fernwärmesystemen der 4.Generation gerecht werden.

Dazu zählen:

- Betrieb der Netze im Niedertemperaturbereich

- Minimierung der Verluste im Netz

- Einbindung dezentraler Erzeuger*innen, insbesondere aus erneuerbaren Energien und Abwärme

- Intelligente Betriebsweise im Rahmen integrierter Energiesysteme, inklusive Speichersysteme

 

Odile Lefrère, CEREMA

 

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08: Das Instrument “TÊTE” (Ökologischer Wandel - Territorien - Jobs)

 

Ademe und das Réseau Action Climat haben dieses Instrument Anfang 2018 ins Leben gerufen, um damit die Beschäfigungswirkungen der Klima-Luf-Energie-Politik auf territorialer Ebene zu bewerten. Für lokale Handlungsträger*innen kann es kostenlos auf der Website www.territoires-emplois.org in Open Source heruntergeladen werden ebenso wie das dazugehörige Benutzerhandbuch.

 

Valérie Weber-Haddad, Ademe

 

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09: Exergieausweis

 

Der Exergieausweis ist ein Instrument zur Bewertung verschiedener möglicher Einzelmaßnahmenoder Maßnahmenkombinationen der energetischen Gebäudesanierung, auch bei komplexenVarianten und das unabhängig von nationalen Vorschrifen. Die Ergebnisse erlauben es einerKommune, verschiedene Optionen zu vergleichen und unter anderem die zu erwartenden Energieeinsparungen und Kosten sowie den zukünfigen Ressourcenverbrauch der einzelnen Sanierungsoptionen abzuschätzen. Das Ingenieurbüro Richtvert hat den Exergieausweisentwickelt.

 

Andrej Jentsch, Richtvert

 

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10: Blockchain

 

Experimente und Pilotprojekte mit Blockchain haben auch im Energiebereich Einzug gehalten und werden derzeit zahlreich durchgeführt. Der Energiesektor befndet sich im Umbruch - von der Dezentralisierung über neue Speichertechnologien bis hin zur künstlichen Intelligenz zur Steuerung der Energieströme. Könnte die Blockchain als „Technologie der Zäsur“ den Gemeindenhelfen, diese grundlegenden Veränderungen des Energiesystems zu bewältigen. Energy Cities analysierte die Rolle, die die Blockchain in der lokalen Energiewende zukünfig ausfüllen könnte.

 

David Donnerer, Energy Cities

 

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11: Energie sparen mit Energie- und Klimaschutzmanagement (EKM) für Kommunen

 

Der Schlüssel zu mehr Energieeffizienz liegt in der Einführung eines kommunalen Energie- und Klimaschutzmanagements. Hier ist nicht das einzelne Sanierungsobjekt entscheidend. Vielmehr kommt es auf die systematische Analyse der kommunalen Energieverbräuche, die Anwendung innovativer Finanzierungsmodelle sowie die Umsetzung und anschließende Kontrolle der Projekteam. Dies gilt für alle kommunalen Aufgabenfelder: von der Straßenbeleuchtung über die Förderungdes öffentlichen Personenverkehrs bis hin zur Beschaffung effizienter Geräte. Viele Kommunen sind hier bereits aktiv, häufig mangelt es aber noch am ganzheitlichen Ansatz.

 

Cornelia Schuch, dena

 

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12: STADTRADELN


STADTRADELN ist eine als Wettbewerb konzipierte internationale Kampagne zum Thema Fahrrad
als nachhaltiges Verkehrsmittel im Alltag. In den teilnehmenden Kommunen treten Teams aus Politiker*innen, Schulklassen, Vereinen, Unternehmen und Bürger*innen für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale. Zwischen 1. Mai und 30. September legen sie dabei an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer beruflich und privat CO2-frei mit dem Rad zurück. Mit der Kampagne steht Kommunen eine bewährte, leicht umzusetzende Maßnahme zur Verfügung, um in der Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit für nachhaltige Mobilität aktiv(er) zu werden. 

André Muno, Klima-Bündnis

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13 : Die Energiekarawane: Wie es Kommunen gelingt, Bürger für die Energetische Modernisierung
zu motivieren


Kernelement der Energiekarawane ist die Aufsuchende Energieberatung. Diese standardisierte und
vorgefertigte Kampagne zielt auf den Gebäudebestand in Privatbesitz und ist für Kommunen jeder
Größe anwendbar. Mit dem Fokus auf Quartiere von zirka 400 Haushalten fndet im Rahmen der
Energiekarawane eine kostenfreie Initialberatung direkt am Objekt durch neutrale und qualifzierte
Energieberater*innen statt. Ziel ist die Aufklärung und Informationsvermittlung bei Immobilienbesitzer*innen, um das Bewusstsein für eine energetische Sanierung zu steigern und sie schließlich zu motivieren, Sanierungen auch umzusetzen. 

Brice Mertz, fesa e.V

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14: 100% CO2 freies Energiekonzept für die Stadt Rheine


Im Projekt KomRev wurden für die deutsche Stadt Rheine (rund 75.000 Einwohner*innen) zwei Möglichkeiten einer vollständig regenerativen Energieversorgung der Bedarfssektoren Gebäudewärme, Strom, Mobilität und Prozessenergie auf Basis eines Stundenmodells simuliert. Bilanziell war die Bedarfsdeckung weitgehend aus den lokal verfügbaren Energiequellen möglich. Unterschiedliche Versorgungsansätze zeigten ausgeprägte Unterschiede im Umbau und in der Belastung der lokalen und überregionalen Infrastruktur. 

Barbara Fricke

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15: Die “Eco-Kids”-Herausforderung


Die Vermittlung von Kompetenzen zu Energie- und Klimaproblemen an Moderator*innen von Freizeiteinrichtungen und deren Integration in das Beschäfigungskonzept ist der rote Faden, der die Herausforderung “Öko-Kids” geleitet hat. Nachdem die ALEC-MVE einen Trainingszyklus mit der Stadt Montreuil getestet hatte, setzte sie dieses von Est Ensemble geleitete Projekt bei den Freizeitzentren der neun Gemeinden in der Region ein. In zwei Jahren wurde ein interaktives Netzwerk von 80 Moderator*innen aufgebaut. Zu ihren Gunsten wurden 268 Aktivitäten entworfen und mehr als 1.300 Kinder sensibilisiert. Und es ist noch nicht vorbei! 

Brigitte Corinthos, ALEC Montreuil

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