Vom Nutzen deutsch-französischer Zusammenarbeit im Klimaschutz

TANDEM-Paare und Organisationen grenzüberschreitender Projekte berichten über den Mehrwert solcher Projekte und Partnerschafen und deren Verstetigung 

 


01: Arras und Herten, eine exergetisches Partnerschaft !

 

Im Gegensatz zu anderen Städten haben Arras und Herten, die seit 1984 Partnerstädte sind ,den Austausch über Energie- und Klimafragen in 2010 aus eigener Initiative begonnen und sich dann in 2015 dem TANDEM-Projekt angeschlossen. Die beiden Städte arbeiten zusammen, um die energetische Sanierung jeweils eines städtischen Gebäudes in den beiden Städten mit der Methode des Exergieausweises vorzubereiten: in Herten das Glashaus und das Rathaus in Arras.

 

Samuel Dubie, Arras


02: Das Infomobil, dass das Bewusstsein schärft und die französischen und deutschen Bürger berät!

 

Die Stadt Epernay und die Stadtwerke Ettlingen arbeiten seit 2014 beim deutsch-französischen TANDEM-Projekt zusammen. Die beiden Partner haben sich mit dem Pays d'Epernay zusammengeschlossen, um gemeinsam einen Energieberatungsbus zu betreiben, der die beiden Gebiete abwechselnd durchquert. Dieser Bus stellt somit eine mobile Energieberatungsstelle dar, er wird zu Ende 2018 in Dienst genommen.

 

Brice Gournay, Epernay und Eberhard Oehler, Ettlingen

 

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03: Das TANDEM Nice-Nürnberg nimmt Fahrt auf!

 

Nice und Nürnberg, die 1954 eine Städtepartnerschaft eingegangen sind, haben ihre Zusammenarbeit im Rahmen des TANDEM-Projekts seit 2015 um die Bereiche Energiewende und Klimaschutz erweitert. Ihre Partnerschaf hat es ihnen ermöglicht, nicht nur Erfahrungen und Know- how zu verschiedenen Themen auszutauschen, sondern auch vor Kurzem ein erstes gemeinsames Projekt zu starten: die Erstellung von Photovoltaikanlagen auf einem Schulhausin jeder Stadt, verbunden mit einer Webplattform, die als Lehrmittel in Wissenschafts- und Fremdsprachenunterricht integriert wird.

 

Maxime Cacciolutto, Nice und Wolfgang Müller, Nürnberg

 

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04: Die thermographischen Spaziergänge von Karlsruhe und Nancy

 

Zum 60-jährigen Jubiläum ihrer Städtepartnerschaf 2015 haben Karlsruhe und Nancy eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Klimaschutz und Energie vereinbart. Bei gemeinsamen Treffen der Stadtverwaltungen und Energieagenturen werden Erfahrungen ausgetauscht und neue Ideen besprochen. Als eine der ersten Ideen übernahm Karlsruhe die in Nancy bereits etablierten Thermografie Spaziergänge für Bürgerinnen und Bürger. 2017 führte die KEK - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur erstmals mehrere solcher Rundgänge in Karlsruhe durch und wird sie nach guten Erfolgen auch im kommenden Winter 2018/19 wieder anbieten.

 

Hannah Rapp, KEK

 

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05: Intelligente Nachbar*innen - lokal integrierte und optimierte Energiesysteme

 

Durch die zunehmend dezentrale Ausrichtung der Energiesysteme, den steigenden Bedarf einer effizienten Integration von Erneuerbaren Energien sowie neuer Infrastruktur für Fahrzeuge mitalternativen Antrieben ergeben sich neue grenzüberschreitende Optimierungsmöglichkeiten. Im Rahmen der smart border initiative (sbi) werden gemeinsame Lösungen für die intelligente Steuerung von Erzeugung und Verbrauch im Verteilnetz-, Verkehrs- und Sektorkopplungsbereich entwickelt. Durch neue digitale wie physikalische Verbindungen und die aktive Einbeziehung der Verbrauchsseite kann so das Zusammenwachsen der Grenzregionen zur Stärkung des europäischen Binnenmarkts auf lokaler Ebene beitragen.

 

Franca Diechtl, dena

 

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06: Die Heinrich-Böll-Stiftung

Die Heinrich-Böll-Stiftung ist eine der führenden politischen Stiftungen Deutschlands. Als Think Tank zum sozial-ökologischen Wandel verfügt sie über ein internationales Netzwerk von mehr als 30 Büros weltweit und fördert den Austausch und die Zusammenarbeit, insbesondere zwischen den Akteuren der Zivilgesellschaft. Das Pariser Büro der Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet an vier thematischen Schwerpunkten mit dem Ziel, die deutsch-französische und europäische Zusammenarbeit zu stärken: Fragen der Energiewende und des Klimaschutzes, die Herausforderungen der ökologischen Transformation der Wirtschaft, die Wiederbelebung der Demokratie in Europa angesichts der Vertrauenskrise in demokratische Akteure, Institutionen und Prozesse und schließlich die Vertiefung der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik auf europäischer Ebene.


Jens Althoff, Heinrich-Böll-Stiftung

 


07: Das Deutsch-Französische Ökologische Jahr (DFÖJ)


Es ist ein Jahr der Berufsorientierung und Ausbildung für junge Deutsche (18 bis 26 Jahre) und Franzosen (18 bis 25 Jahre). Die Freiwilligen entdecken das Nachbarland durch ihre Arbeit im Bereich Natur- und Umweltschutz. Die teilnehmende Person verpflichtet sich für die Dauer von 12 Monaten zu einer Struktur, die das DFÖJ zu einer praktischen Erfahrung in der Welt der Ökologie macht.


Karl Boudjema, Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW)